Er erleichtert dies, indem er nicht die grausamen und unbegreifbaren Erfahrungen dieses Jahrhunderts in den Vordergrund stellt, sondern Motive aus einer Geschichte, die 5763 Jahre nach der jüdischen Zeitrechnung umfaßt und deren Schauplatz die ganze Welt ist.
 
Er stellt einen direkten Bezug zum jüdischen Leben her, indem er Kultusgegenstände des Alltags - einen Schabbátleuchter, eine Thoráhrolle, den Magén David, einen Chanukkáleuchter oder eine Péssachhaggadá aus einer fast 6ooo jährigen Geschichte auswählt.

Mit Hilfe erläuternder Texte, die er zu jedem seiner Bilder verfaßt und die die Darstellungen zeitlich und geographisch einordnen, erleichtert er so dem/der BetrachterIn 'in die Geschichte einzusteigen und sich ein Bild zu machen.'
 
René Blättermann wählt den Weg der künstlerischen Gestaltung, denn es gibt eine Fülle von Publikationen - Aufsätze, Bücher und Filme zur jüdischen Geschichte und Kultur, doch kaum moderne künstlerische Darstellungen, die dies als Thema nehmen.