Mit den Graphiken des ZYKLUS HEBRÄER bietet René Blättermann die Möglichkeit einer Begegnung mit der jüdischen Geschichte und Kultur.
Er erleichtert dies, indem er nicht die grausamen und unbegreifbaren Erfahrungen des 20. Jahrhunderts in den Vordergrund stellt, sondern Motive aus einer Geschichte, die 5772 Jahre nach der jüdischen Zeitrechnung umfaßt und deren Schauplatz die ganze Welt ist.
Er stellt einen direkten Bezug zum jüdischen Leben her, indem er Kultusgegenstände des Alltags - einen Schabbátleuchter, eine Thoráhrolle, den Magén David, einen Chanukkáleuchter oder eine Péssachhaggadá aus einer mehr als 3000 jährigen Geschichte auswählt.
Mit Hilfe erläuternder Texte, die er zu seinen Bildern verfaßt und die die Darstellungen zeitlich und geographisch einordnen, erleichtert er so dem/der BetrachterIn ‚in die Geschichte einzusteigen und sich ein Bild zu machen.‘
René Blättermann wählt den Weg der künstlerischen Gestaltung. Denn es gibt eine Fülle von Publikationen - Aufsätze, Bücher und Filme zur jüdischen Geschichte und Kultur, doch kaum moderne künstlerische Darstellungen, die sich des Themas annehmen.
| Die Graphiken, die alle Originale und Unikate sind, verdienen nicht nur wegen ihrer Gestaltung eine besondere Beachtung. Hier soll, wie René Blättermann es sagt, „die Geschichte bildhaft dargestellt und über das ästhetische Empfinden anschaulich, erfahrbar und begreifbar gemacht werden.
Die Bilder bieten eine Möglichkeit, sich mit jüdischer Religion, Geschichte und Kultur zu beschäftigen, um so Verständnis zu fördern und dem jahrhundertealten Zerrbild vom Judentum und dadurch dem Antisemitismus entgegenzuwirken.“
Als Thema seiner Werke wählt René Blättermann den Titel Zyklus HEBRÄER. Er sucht unterschiedliche Objekte und Gegenstände der jüdischen Geschichte und Kultur aus und stellt sie mit seiner Arbeit in einen neuen Kontext.
Räumliche und zeitliche Unterschiede spielen keine Rolle, es werden Verbindungen geknüpft, Geschichte kann ‚anders‘ betrachtet werden.
Der Künstler erweitert den ZYKLUS HEBRÄER kontinuierlich um neue Themenkomplexe wie den der SYNAGOGA, GENISA, ÁLEF BÉJT oder KIDDUSCHÍN.
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